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Kurzführung „Hingucker“ – mittelalterliche Buchkunst

Mittelalterliche Handschriften sind uns manchmal vollständig und manchmal nur als Fragment erhalten. Es gibt sie in gebundener Form oder auch als Schriftrolle (Rotulus), manche sind reichlich und farbenfroh mit eindrucksvollen Bildern verziert und andere ganz schlicht, aber von sehr bedeutendem Inhalt. Einige dieser Werke sind so bekannt, dass man von ihnen zumindest schon gehört hat, z.B. das „Book of Kells“ oder der „Codex Manesse“. Andere sind nicht so bekannt, aber nicht weniger interessant, wie das „Stundenbuch der Maria von Burgund“ oder das „Krönungsevangeliar“.
Diese kleine Vortragsreihe beschäftigt sich mit den spannenden Handschriften und zeigt die große Bandbreite mittelalterlicher Buchkunst.
Dabei greifen wir auf sogenannte “Faksimiles” unserer Sammlung zurück. Das sind detailgenaue, fotografische Nachbildungen von originalen mittelalterlichen Handschriften.
Heute steht die „Ottheinrich-Bibel“ im Fokus. Sie ist eine der ersten neutestamentlichen Bibeln in deutscher Sprache und wurde ursprünglich wohl in Bayern in Auftrag gegeben. Fast 100 Jahre später veranlasste Kurfürst Ottheinrich von der Pfalz ihre Fertigstellung mit kostbarsten Miniaturen von einem der bekanntesten Künstler seiner Zeit, Mathias Gerung. Besonders schön sind die
Weihnachtsszenen, die in dieser Führung im Mittelpunkt stehen.
Altersstufe: Erwachsene
Treffpunkt: Schaudepot Zehntscheune
Dauer: ca. 30 Minuten
Kostenfrei
Bild: Ausschnitt aus S34 des Stundenbuchs der Maria von Burgund, 15 Jhd., Österreichische Nationalbibliothek


